2. Grundlagen der Mitarbeitermotivation


Motivierte Mitarbeiter arbeiten einfach besser und machen weniger Fehler. Ein Vorteil, den Sie anders nur mit erheblichem technischen und finanziellen Aufwand erreichen.

Mitarbeiterfmotivation ist daher eines der erfolgsversprechendsten und effektivsten Führungsprinzipien, deren Grundlagen Sie kennen sollten.

Materielle und immaterielle Motivation

Zwei Hauptkategorien der Mitarbeitermotivation sind die materielle und die immaterielle Motivation.

Beispiele für materielle Motivation:

  • Angenehme Arbeitsumgebung
  • Störungsfreie Arbeitsabläufe
  • Leistungsgerechte Bezahlung
  • Fortbildungsmaßnahmen
  • Betriebsausflug
  • Dienstwagen
  • Unternehmensbeteiligung
  • Betriebsrenten

Beispiele für immaterielle Motivation

  • Konstruktive Kommunikationskultur
  • Erweitertes Mitspracherecht
  • Mehr Eigenverantwortung
  • Ehrlich gemeinte Anerkennung
  • Gesunde Fehlerkultur
  • Konstruktive Konfliktlösung
  • Mobbinghandlungen vorbeugen

Tipp IconTipp » Beide Kategorien treten oft gemischt auf. So bringt ein Dienstwagen meist handfeste materielle Vorteile, signalisiert aber oft auch einen bestimmmten (immateriellen) Status innerhalb der Betriebshierarchie.

Intrinsische und extrinsische Motivation

Die Unterscheidung in extrinsische und intrinsische Motivation ist eine weitere Möglichkeit, Motivation in Kategorien einzuteilen.

Intrinsische Motivation bedeutet:

  • Der Mitarbeiter ist durch die Tätigkeit selbst motiviert.
  • Er handelt aus eigenem, inneren Antrieb.
  • Die Tätigkeit verschafft Ihm eine persönliche Befriedigung.
  • Geld oder Status spielen eine untergeordnete Rolle.

Beispiel: Mitarbeiter von Umweltschutzorganisationen sind oft intrisisch motiviert. Ehrenamtlich leisten sie harte Arbeit oder setzen sich gar Gefahren aus, weil sie von der "Sache" überzeugt sind.


Extrinsische Motivation bedeutet:

  • Der Mitarbeiter ist durch die Folgen einer Tätiglkeit motiviert (Belohnung).
  • Die Belohnung kann materiell (Geld) oder immateriell (Anerkennung) erfolgen » siehe oben.
  • Die Tätigkeit selbst spielt eine untergeordnete Rolle.

Beispiel: Akkordarbeiter sind meist extrinsisch motiviert. Die Tätigkeit ist oft hart und monoton. Allein die Aussicht auf bessere Bezahlung fördert die Arbeitsleistung.

Umsetzung in die Praxis

Die oben beschriebenen Motivationsformen treten in der Praxis selten in Reinform auf. D.h. auch Akkordarbeiter sind oft empfänglich für mehr Verantwortung und auch Mitarbeiter mit Spaß am Job werden eine Lohnerhöhung oder einen Dienstwagen selten ablehnen. Ihre Aufgabe als Führungskraft ist es, die Motivationsformen gezielt auf den Mitarbeiter und seine Tätigkeit abzustimmen.


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