1. Konflikteinschätzung und -interpretation


Konflikte mit Kollegen, Untergebenen oder Vorgesetzten sind im Unternehmen oft an der Tagesordnung. Um so bedeutsamer ist es, dass Sie mit Konflikten richtig umgehen können.

Die zwei Dimensionen eines Konflikts - Eisbergmodell

Die messbare und für Dritte überprüfbare Dimension eines Konflikts stellt oft nur die Spitze eines Eisbergs dar. Schauen Sie hinter die Kulissen eines Konflikts.


Eisbergmodell Die sachliche, sichtbare und
messbare Ebene eines Konflikts
Die versteckten Hintergründe
eines Konflikts


Tipp IconTipp » Versuchen Sie sich dieses "Eisbergmodell" bei jedem Konflikt in Erinnerung zu bringen.

Unterschiedliche Konfliktarten

Nicht jeder Konflikt hat die gleiche Ursache.

Beziehungskonflikte

entstehen im Affekt oder wenn Menschen durch Vorurteile und Schubladendenken geprägt sind.

Strukturkonflikte

finden ihre Ursache oft in der ungleichen Verteilung von Eigentum, Raum und Nahrung. Aber auch in einer ungleichen Autoritäts- und Machtverteilung.

Wertekonflikte

entstehen wenn unterschiedliche Einstellungen, Ideologien und Religionen aufeinander treffen.

Informationskonflikte

hängen ursächlich mit unterschiedlicher Informationsweitergabe und mangelnder Transparenz zusammen.

Sachverhaltskonflikte

gründen in der unterschiedlichen Einschätzung und Bewertung von Sachverhalten.

Interessenskonflikte

entstehen, wenn von den Konfliktbeteiligten unterschiedliche Interessen verfolgt werden oder der Umgang von Konkurrenzdenken geprägt ist.

Chancen und Risiken von Konflikten

Konflikte können als ganz normales Phänomen in der Gesellschaft verstanden werden. Sie sind wichtig für den Erhalt der sozialen Ordnung. Konflikte können die Kommunikation fördern, auf Probleme aufmerksam machen, Standpunkte klären und hinterfragen und die Suche nach konstruktiven Problemlösungen beschleunigen.

Konflikte können sich auch negativ auswirken, wenn sie unterdrückt oder verdrängt werden. Für die soziale Ordnung sind sie störend, wenn sie mit unbrauchbaren Mitteln wie Drohung und Unnachgiebigkeit oder gar Gewalt ausgetragen werden. Mehr dazu erfahren Sie im Modul Strategien der Konfliktlösung.


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