Künstliche Intelligenz - eine Übersicht


Künstliche Intelligenz, kurz KI, ist mittlerweile in aller Munde. Sie hilft beim kreativen Arbeiten genauso wie bei Routinetätigkeiten. Auch für diesen Text wurde KI für Recherche und Suche genutzt.
Dieses Modul erklärt die Grundlagen und gibt einen Überblick über die Systeme (Stand 01/2026).


Wichtiger Hinweis

Bei der Nutzung von KI-Systemen, egal ob beruflich oder privat, sollten Sie die Eingabe personenbezogener und vertraulicher Daten vermeiden (z.B. Adressen, E-Mails, Betriebs- und Geschäftsgeheimnisse etc.).

Viele KI-Systeme speichern und nutzen eingegebene Daten, um ihre Modelle weiter zu verbessern. Konflikte mit Datenschutz (DSGVO) und Firmenrichtlinien sind dabei möglich. Erkundigen Sie sich vor der Nutzung an welche Regeln Sie sich halten müssen.

Was ist eigentlich KI?

KI ist die Abkürzung für Künstliche Intelligenz (engl. auch AI für Artificial Intelligence) und ist ein Teilgebiet der Informatik. KI-Systeme sind Computersysteme, die große Datenmengen analysieren und daraus intelligente Schlussfolgerungen ziehen können.

Die Systeme werden dazu häufig durch sog. maschinelles Lernen (ML) trainiert. Dabei werden ihnen viele Daten gezeigt, aus denen sie Regeln und Muster ableiten können. In anschließenden Validierungstests wird dann geprüft, wie gut die trainierten Modelle mit neuen, ungesehenen Daten umgehen können.

Im Gegensatz zu einfachen Computerprogrammen folgen KI-Systeme deshalb nicht stur einfachen Vorgaben, sondern können Muster in Daten erkennen, komplexe Inhalte generieren, sich an Situationen anpassen und auch bis zu einem gewissen Grad autonom handeln. Beispiele sind Gesichtserkennung in Bildern, Chatbot-Kommunikation mit Kunden und selbstfahrende Fahrzeuge.

Tipp Icon Tipp » KI-Systeme können mittlerweile den Arbeitsalltag erheblich erleichtern. Dies gilt nicht nur für Software und Verwaltung, sondern auch fürs Handwerk. Weitere Anregungen wie Sie KI im Arbeitsalltag nutzen können, finden Sie hier: KI im Arbeitsalltag: Praktische Tipps

Analytische und Generative KI

Man kann KI-Systeme, etwas vereinfacht, in Analytische KI und Generative KI unterteilen.

Analytische KI

Schwerpunkt ist hier die Analyse von Daten. Analytische KI ist die ältere Form der KI und wird häufig auch als klassische KI bezeichnet. Analytische KI kann in großen Datenmengen Muster erkennen und daraus Zusammenhänge ableiten.

Die Auswertung von Röntgenbildern in der Radiologie ist hier ein gutes Beispiel. Nach entsprechendem Training können die Systeme z.B. Tumore oder Frakturen direkt erkennen oder durch Wahrscheinlichkeitswerte die Diagnose unterstützen.


Generative KI

Schwerpunkt ist hier das Generieren von Inhalten. Generative KI kann nach bestimmten Vorgaben (sog. Prompts) z.B. Texte, Bilder, Musik oder Videos erstellen. Large Language Models (LLM, auf deutsch "Große Sprachmodelle") sind eine spezielle Form generativer KI. LLM sind auf Textverarbeitung und -erzeugung in natürlicher Sprache spezialisiert.

Generative KI ist eine neuere Form der KI und hat durch LLM-Systeme wie ChatGPT und Co. ein breites Publikum gefunden. Die einfache Bedienung und die hochwertigen Ergebnisse der LLM machen KI auch für Anwender ohne IT-Kenntnisse produktiv einsetzbar.


Tipp Icon Tipp » Beide KI-Systeme lassen sich auch ergänzend verwenden:
Analytische KI unterstützt bei der Diagnose in der Radiologie. Generative KI hilft bei der Erstellung des Arztberichts.

KI-Systeme im Überblick

Hier ein Überblick einiger Systeme sowie die dahinter stehenden Unternehmen in Klammer. Neben spezialisierten Systemen, z.B. zur Bild-Generierung, können viele Systeme mittlerweile auch komplexere Aufgaben erledigen. Dazu zählt z.B. Webseiten erstellen und Computerprogramme schreiben. Viele Systeme können einfach über den Browser oder eine App genutzt werden.

Was ist ein Prompt?

Ein Prompt (engl. für auffordern) ist eine gezielt formulierte Anweisung in natürlicher Sprache an ein KI-System. Damit soll das gewünschte Ziel möglichst genau ausgeführt werden (z.B. Bildgenerierung oder Texterstellung).

Die Eingabe erfolgt meist über ein textbasiertes Dialogsystem, sog. Chatbots. Prompts werden häufig mehrfach in einer Abfolge eingegeben und dabei stets verfeinert. Dieser auch als "Prompten" oder "Prompting" bezeichneter Prozess ist durchaus anspruchsvoll. Man verwendet daher auch den Begriff des "Prompt Engineering".

Beispiel für einen einfachen Prompt:
"Erstelle eine Geschichte mit 300 Wörtern in der eine Prinzessin, ein Ball und ein Fahrrad vorkommen."

Was ist eine KI-Halluzination?

Auch KI-Systeme können falsche oder irreführende Ergebnisse erzeugen. Diese oft überzeugend wirkenden aber falschen Informationen werden als KI-Halluzinationen bezeichnet. Die Ursachen sind sehr vielfältig, z.B. zu wenig oder zu einseitige Trainingsdaten. KI-Halluzination sind noch eine große Herausforderung für Entwickler von KI-Systemen.

Tipp Icon Tipp » Seien Sie vorsichtig bei KI-generierten "Fakten" und "Quellen" und prüfen Sie diese ggf. selbst nach.
Die fatalen Folgen von KI-Halluzinationen zeigt diese Geschichte:
Falsche KI-Fundstellen: Australischer Anwalt darf keine Kanzlei mehr führen

Probleme durch KI

KI löst Probleme, kann aber durch disruptiven Wandel Geschäftsmodelle und Märkte so grundlegend verändern, dass neue Probleme entstehen. Hier ein paar Beispiele:

Durch einseitige Trainingsdaten (bewusst oder unbewusst) können verzerrte, bedenkliche KI-Ergebnisse entstehen. Wird eine KI zur Gesichtserkennung z.B. vorwiegend mit "männlichen, weißen Gesichtern" trainiert, dann wird das System vorr. nicht-weiße Menschen und Frauen deutlich schlechter erkennen.

Besonders für Routinetätigkeiten kann KI schnell und effizient im Unternehmen eingesetzt werden. Berufseinsteiger, die oft anfangs diese Tätigkeiten übernehmen, finden dadurch schwerer eine Anstellung.

KI-Unternehmen sind meist große US-Konzerne. Ebenso die Unternehmen hinter Sozialen Medien, Cloud- und Smartphone-Systemen. Die ohnehin starke Abhängigkeit im IT-Sektor verstärkt sich durch KI also weiter.

Die Infrastruktur von KI-Systemen (Training und Nutzung) erfordert hohe Rechenleistung. Die dazu nötigen Rechenzentren verbrauchen enorme Ressourcen.

Ausblick: KI-Agenten

KI-Systeme werden bisher meist noch über Chatbots gesteuert. KI-Agenten sind hier die nächste Stufe. KI-Agenten sollen autonom Ziele verfolgen und komplexe Aufgaben erledigen können. Ebenso sollen Sie ihre Umgebung wahrnehmen und flexibel darauf reagieren können.

Viele KI-Unternehmen arbeiten bereits an KI-Agenten. 2026 werden wohl weitere Fortschritte erwartet.

Tipp Icon Tipp » Hier ein Beispiel zur Veranschaulichung:
KI-Agenten könnten selbstständig eine komplette Reise buchen. Dies umfasst die Reise selbst (Bahntransport zum Flughafen, Flugbuchung, Mietwagen am Zielort) sowie die Hotelreservierung und Bezahlung.